Warum glutenfrei bei Endometriose wichtig ist!


Was ist Gluten überhaupt?


Gluten ist das Stoffgemisch aus Proteinen, das im Samen einiger Pflanzen vorkommt. Es wird auch oft als Klebeeiweiss bezeichnet, da es nach dem Auswaschen der löslichen Bestandteile und Stärke als gummiartige und elastische Masse, nämlich Teig, zurück bleibt. Gluten ist in Weizen, Gerste, Rogen, Dinkel, Spelt, Emmer uvm. enthalten.


In Getreide sind jedoch weiter auch sogenannte Resistenzproteine enthalten, welche eine Rolle für das Heranwachsen neuer Pflanzen, unter anderem durch Abwehr von Schädlingen und damit als Frassschutz spielen und können somit bei der Ausbildung einer Unverträglichkeit eine Rolle spielen.

Fakt ist, dass der Anbau und die Verarbeitung von Getreide (auch Weizen) eine lange Tradition hat und Bestandteil unserer Kultur ist. Das Problem dabei ist, dass der Weizen, der heute auf dem Acker wächst und geerntet wird, nicht mehr der gleiche ist, wie vor einigen Jahrzehnten.


Im Laufe der letzten ahrzehnte wurde es immer wichtiger günstige Lebensmittel zu produzieren, so wurde auch das Getreide weiter gezüchtet, so wurde die Höhe der Getreidepflanze und die Grösse der Getreidekörner (für einen höheren Ertrag) geachtet, gleichzeitig sank aber der Nährstoffgehalt (z.B. der Spurenelemente Zink, Kupfer, Eisen und Magnesium)


Für wen ist denn aber nun eine glutenfreie Ernährung sinnvoll?


Selbstverständlich schon mal für alle, die eine nachgewiesene Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit haben aber auch bei vielen anderen Krankheiten Hashimoto, Morbus Crohn etc. hat man mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass eine glutenfreie Ernährung positive Effekte erzielen kann.


Und was ist denn nun mit Endometriose?


Es gibt diverse Studien, die nachweisen, dass Frauen die unter Endometriose leiden und auf Gluten verzichten, die Schmerzen erheblich lindern konnten. Bei einer Studio mit 200 Endometriose Patientinnen berichteten 75% nach 12 Monaten über eine generelle Besserung ihrer Schmerzsituation, alle Patientinnen fühlten sich besser. Es ist zwar noch nicht erforscht, welche Auswirkung Gluten auf die Endometriose hat, damit es bei Verzicht zu diesem positiven Effekt kommt aber vieles deutet darauf hin, dass es Sinn macht, bei einer Endometriose auf Gluten zu verzichten, um die Schmerzen zu mindern.


Ich selber verzichte seit nunmehr 3 Jahren komplett auf Gluten, meine Schmerzen sind fast komplett verschwunden, was aber durch diverse andere Faktoren zusätzlich unterstützt wurden. Nebst der Minderung der Endoschmerzen sind aber auch meine jahrelang vorhandenen Reizdarmsymptome, sowie Unverträglichkeiten auf Lebensmittel komplett verschwunden. Für mich brachte der Verzicht nur Positives und erheblich mehr Lebensqualität.

Wenn Du aber jetzt denkst, dass du "nur" mit durch den Verzicht auf Gluten deine Schmerzen komplett wegbringst, muss ich dich enttäuschen. Denn deine Gesundheit und dein Wohlbefinden hängt von vielen Faktoren ab, wenn Du zwar auf Gluten verzichtest, sonst aber komplett ungesund lebst: ungesunde Ernährung, keine Bewegung, viel Stress und wenig Schlaf. Wirst Du wohl keinen oder nur einen kleinen Effekt mit dem Gluten Verzicht erzielen. Es ist wichtig, dass Du deine Gesundheit im ganzheitlichen betrachtest, dazu gehört sowohl deine körperliche, wie aber auch deine seelische Gesundheit. Ein gesunder Lebensstil in allen Bereichen ist deshalb das A und O für mehr Wohlbefinden und weniger Schmerzen.



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