Meine Endometriose Geschichte

Teil 1

Eigentlich hatte ich ja schon immer eine starke Menstruation, schon als Kind. Ja als Kind, denn ich bekam meine erste Mens mit 12 und ich finde da ist man schon noch eher ein Kind als eine Frau. Auch hatte ich lange Zeit eine sehr unregelmässigen Zyklus und litt eigentlich immer schon unter Unterleibskrämpfen an 1-2 Tagen während meiner Tage.


Zwar war es damals schon unangenehm aber doch in einem Rahmen, der aus haltbar und ohne Schmerzmittel durchgestanden werden konnte. Als ich dann über mehrere Jahre die Pille nahm, wurde der Zyklus natürlich regelmässig, die Blutung schwächer und die Schmerzen weniger. Als ich etwas über 30ig war, habe ich mich dazu entschlossen, dass ich keine Hormone mehr zu mir nehmen möchte und setzte die Pille ab. Zu meiner Freude blieb der Zyklus weiterhin regelmässig, jedoch wurde die Blutung wieder stärker und die Schmerzen nahmen wieder zu aber auch damals immer noch, in einem für mich normalen und aus haltbaren Rahmen.


Dann im Herbst 2017 veränderte sich der Schmerz, die Unterleibskrämpfe nahmen zu und wurden so schlimm, dass es Tage gab, an denen ich Schmerztabletten nehmen musste, damit ich aufrecht gehen und meiner Arbeit nachgehen konnte. Dazu kam, dass ich heftige Schmerzen beim Stuhlgang bekam, es fühlt sich, wie wenn sich eine Faust um meinen Darm klammerte und diesen blockierte. Da mein jährlicher Termin bei meiner Frauenärztin sowieso gerade anstand, habe ich ihr von meinen zunehmenden Schmerzen erzählt und sie empfahl mir dann, zwei Tage vor meiner Mens hochdosiert Magnesium zu nehmen. Dies habe ich dann natürlich gemacht und es wirkte tatsächlich, meine Schmerzen wurden viel schwächer und ich konnte auf meine Schmerztabletten verzichten. Jedoch bemerkte ich dann Anfangs 2018, dass ich immer während meiner Mens auch Blut im Stuhl hatte, machte mir aber nicht zu viele Gedanken darüber (oder vielleicht verdrängte ich es einfach auch nur), denn es verschwand ja auch immer wieder sobald meine Mens zu Ende war.


Im März 2018 bekam ich dann eine unglaublich schmerzhafte Darmentzündung, für welche eigentlich kein Grund gefunden wurde, naja Ärzte finden öfters mal keine Grund für Krankheiten und so war ich auch nicht gross überrascht darüber. Zusammen mit den Blutungen im Stuhl (diese habe ich aber beim Arzt vorerst mal nicht erwähnt, da ich es schlichtweg vergass) fand ich das aber doch irgendwie ungewöhnlich und habe dann mal im Internet angefangen zu recherchieren und bin dann bereits bei den ersten Beiträgen gleich auf Endometriose gestossen. Für mich war dies kein unbekannter Begriff, kannte ich damals bereits zwei Frauen in meinem Umfeld, die an dieser Krankheit litten und deshalb fügte sich bei mir auf einmal alle meine Symptome zusammen und für mich war schon klar, dass ich nun leider auch von dieser Krankheit betroffen war. Meine Recherche und Vermutung (gut für mich war es eigentlich bereits definitiv klar) teilte ich dann meinem Arzt mit, worauf ich für eine Magen-Darm Spiegelung und anschliessend bei meiner Frauenärztin zu einem Vaginal Ultraschall angemeldet wurde und obwohl ich nie eine Laparoskopie machen liess, meinten meine Ärzte, dass es grösst wahrscheinlich Endometriose ist, als ob ich das nicht bereits selber herausgefunden hätte ;-)


Und nun lebe ich bereits seit über 3 Jahren mit dieser Diagnose aber ganz ohne OP's, Hormonen und Schmerzmittel. Wie das geht? Das erzähl ich in einem nächsten Beitrag.



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